Ask Us Anything – Israeli Activists in Leipzig / Israelische Aktivist:innen in Leipzig

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Deutsch

On 8.7.2020 we organised our first event as JID Leipzig – „Ask Us Anything: An open talk with Israeli Activists in Leipzig”. 

As in many places in Germany, also in Leipzig Israel is a hot topic. As we experience it, a lot of the discourse about Israel is made by Germans between themselves, and rarely with Israelis. It seems that around the subject of Israel, the German left is divided into two groups (generally speaking of course). People either have very strong and dogmatic opinions about Israel, or they prefer not to touch the Israeli subject too much because of its delicacy, and thus they just leave the stage to the loud voices of the first group. 

In this event our goal was to broaden this spectrum a bit, and allow people to have direct communication with Israeli activists, ask us whatever they want, and to gather their own knowledge and opinions how they see fit. 

“Die ganze Bäckerei” in Josephstraße were kind enough to let us use the room for the event. Because of Corona guidelines we limited the amount of people that can take part to 25, and the list got full very fast. It became clear that something like this is needed. 

We started the evening with a self introduction of the 5 Israelis who took part and with a statement about the idea of the event, after explaining that we wish to maintain a safe space, where everybody is welcome and respected, and a brave space, where all of us choose to be open to different opinions and challenging discussions. 

The people in the room were invited to ask us any question that they want, and we made it clear that we are 5 different people, that don’t agree completely on everything. Every time we collected a few questions and a few of us responded to some of them, or added to one another’s answers. 

We were asked a big variety of questions – about the political situation in Israel, our experiences as activists in Israel and in Germany, our opinion about the „Antideutsch“, the Israeli army, and more. The atmosphere was comfortable and lovely, and after 2 hours we officially finished the evening, but invited people to stay and chat more if they want, which some did.

For us the evening was a really good experimental experience, and from the feedback we received it was clear that the people who took part really appreciated this evening. Our plan was to continue with such events in different parts of Leipzig, and we also found some interested places, but because of the pandemic situation in the last months, gatherings became even more problematic. Once it is possible again, we definitely want to organise more evenings like this. 

If there are any spaces, projects, or people in Leipzig that want to invite us for an evening like this or similar – don’t hesitate to contact us

You can listen to a recording of the discussion here: (The recording has been edited so it only includes our voices, not the audience’s. There is a short introduced partly in German, the rest is in English.)

German version / Deutsch

Ask Us Anything – Israelische Aktivist:innen in Leipzig

Am 8.7.2020 organisierten wir unsere erste Veranstaltung als JID Leipzig – „Ask Us Anything: An open talk with Israeli Activists in Leipzig“.

Wie an vielen Orten in Deutschland, ist auch in Leipzig Israel ein heißes Thema. Wie wir es erleben, wird ein großer Teil des Diskurses über Israel von Deutschen untereinander geführt, und selten mit Israelis. Es scheint, dass die deutsche Linke rund um das Thema Israel in zwei Gruppen geteilt ist (natürlich allgemein gesprochen). Entweder haben die Leute sehr starke und dogmatische Meinungen über Israel, oder sie ziehen es vor, das israelische Thema wegen seiner Sensibilität nicht zu sehr zu berühren, und überlassen daher nur den lauten Stimmen der ersten Gruppe die Bühne.

Bei dieser Veranstaltung war es unser Ziel, dieses Spektrum ein wenig zu erweitern und den Leuten eine Möglichkeit zu geben, direkt mit israelischen Aktivist:innen zu kommunizieren, uns zu fragen, was immer sie wollen, ihr Wissen zu erweitern und eine eigene Meinung zu bilden, wie sie es für richtig halten.

Die „ganze Bäckerei“ in der Josephstraße war so freundlich, uns den Raum für die Veranstaltung zur Verfügung zu stellen. Aufgrund der Corona-Beschränkungen haben wir die Anzahl der Teilnehmer auf 25 begrenzt, und die Liste war schnell voll. Es wurde deutlich, dass so etwas gebraucht wird.

Wir begannen den Abend mit einer Selbstvorstellung der fünf Israelis:nnen, die teilnahmen, und mit einer Erklärung über die Idee der Veranstaltung. Vorerst hatten wir erklärt, dass wir einen sicheren Raum (safe space) beibehalten wollen, in dem jeder willkommen ist und respektiert wird, und einen mutigen Raum (brave space), in dem wir uns alle dafür entscheiden, offen für andere Meinungen und herausfordernde Diskussionen zu sein.

Die Leute im Raum waren eingeladen, uns jede beliebige Frage zu stellen, und wir machten deutlich, dass wir fünf verschiedene Leute sind, die nicht in allem völlig übereinstimmen. Jedes Mal sammelten wir ein paar Fragen und ein paar von uns antworteten auf einige von ihnen, oder ergänzten die Antworten der anderen.

Uns wurde eine große Vielfalt an Fragen gestellt – über die politische Situation in Israel, unsere Erfahrungen als Aktivist:innen in Israel und in Deutschland, unsere Meinung über den „Antideutschen,“ die israelische Armee, und mehr. Die Atmosphäre war angenehm und schön, und nach 2 Stunden beendeten wir offiziell den Abend, luden aber die Leute ein, zu bleiben und weiter zu plaudern, wenn sie wollten, was einige auch taten.

Für uns war der Abend eine wirklich gute experimentelle Erfahrung, und aus dem Feedback, das wir bekamen, wurde deutlich, dass die Leute, die teilnahmen, diesen Abend wirklich schätzten. Unser Plan war es, mit solchen Veranstaltungen in verschiedenen Teilen Leipzigs weiterzumachen, und wir haben auch einige interessierte Orte gefunden, aber aufgrund der Pandemie-Situation in den letzten Monaten wurden Versammlungen noch problematischer. Sobald es wieder möglich ist, wollen wir auf jeden Fall weitere Abende wie diesen organisieren.

Wenn es in Leipzig Räume, Projekte oder Menschen gibt, die uns zu einem solchen oder ähnlichen Abend einladen wollen – kontaktiert uns gerne!

Ihr könnt euch hier oben eine Aufzeichnung der Diskussion anhören. (Die Aufnahme wurde so bearbeitet, dass sie nur unsere Stimmen enthält, nicht die des Publikums. Es gibt eine kurze Einleitung teilweise auf Deutsch, der Rest ist auf Englisch).